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24.06.2010, 17:00 Uhr | Peter Bausenhart

Kein Flächenverbrauch für Solarparks

Zuerst alle Dachflächen nutzen

Gegen die Änderung des Flächennutzungsplanes für Freiflächenanlagen sprach ich mich in der letzten Gemeinderatssitzung aus folgenden Gründen aus: Zunächst mein Grundsatz: „Flächenverbrauch für Arbeits- und Wohnplätze, nicht aber für Solaranlagen“. „Denn Solarparks schaffen keine Arbeitsplätze, zumindest nicht in Ehingen“. Zuerst müssen auch alle möglichen Dachflächen geprüft und genutzt werden, bevor ein Frei-Flächenverbrauch für Photovoltaik-Anlagen in Frage kommt.

Zonen für mögliche Solarnutzung
Maßgeblich für die erneute Diskussion war auch die unvollständige Untersuchung der städtischen Dachflächen. Mehr als 40 %  dieser sind bisher weder geprüft noch genutzt. Zu einem solchen Zeitpunkt bereits in die Freifläche zu gehen ist für mich vollkommen unverständlich und nicht tragbar.

Zumal auf dem derzeitigen Subventionshype nicht mehr wirklich nachhaltig geplant und investiert wird.  Meiner Ansicht nach ist die Ehinger Firma Eloxal bei der Nutzung von Dachflächen ein positiver Vorreiter mit allen genutzten Flächen, ohne einen m2 mehr Flächenverbrauch zu benötigen. Im  Grundsatz gehören „für mich Solaranlagen aufs Dach und Windräder ins Meer“. Andere Städte unserer Größe – wie z.B. Merklingen – weißen auch keine Flächen aus.

Meine Maxime: „Flächenverbrauch für Arbeits- und Wohnplätze, nicht aber für Solaranlagen“. „Denn Solarparks schaffen keine Arbeitsplätze, zumindest nicht in Ehingen“. Als sicher gilt auch, dass Solarflächen keine Arbeitsplätze in Ehingen schaffen und diese zum zweiten auch nicht fördern. Es besteht meiner Einschätzung nach eher das Risiko, das die Freiflächen Arbeitsplätze in Ehingen aufgrund einer damit stärkeren Förderkürzung auf Dachflächen gefährden.

Denn meist werden für Solarparks billige Solarzellen aus China eingesetzt, welche von weit umherziehenden Bautrupps aufgestellt werden. Die „Wertschöpfung“ mit welcher in Ehingen Arbeitsplätze mit Photovoltaik verbunden sind ist jedoch nur die Installation und Einrichtung auf Dächern.
 
Aufgrund der doch leider im „Trend“ liegenden Mehrheit im Gemeinderat bleibt nur zu hoffen, dass auf übergeordneter Ebene der Trend für den „Subventionshype“ bald gestoppt wird und wir somit von Großflächigen Spiegelflächen „verschont“ bleiben. Und die Träumerei, dass man mit Solarzellen die Energieprobleme dieser Erde löst wird auch bald ausgeräumt sein.



aktualisiert von Peter Bausenhart, 27.06.2010, 18:53 Uhr
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